Meine Recherchen, wie man einen gesperrten Switch wieder aufbekommt, lieferten ungefaehr folgendes Ergebnis:
- NetICs Angeblich soll man durch Eingabe von "NetICs" innerhalb bestimmter Zeitschranken zu Zugang kommen. Entweder beim Booten eingeben, oder als Passwort. Hat bei mir nicht geholfen.
- Ctrl-C, Ctrl-R und so weiter Ebenso angeblich soll man auch durch das Druecken von diesen Tastenkombinationen zu bestimmten Zeiten des Bootvorgangs Zugang erlangen. Das hat bei mir auch nicht geholfen.
- Nortels eigene Backdoor Unter Angabe der MAC-Adresse des Switches soll Nortel in der Lage sein, ein Passwort zu generieren. Leider (oder vielleicht zum Glueck?) ist der hierzu genutzte Algorithmus nicht oeffentlich. Wobei es mich irgendwie stoert, dass Nortel, egal was ich tue, eine Backdoor zu meinem Switch hat... und eben auch jeder, der den Algorithmus kennt.
- Resetten auf Fabrikeinstellungen im Stack Wenn man mehrere Switches besitzt, so kann man diese breitbandig untereinander Verbinden zu einem Stack. In diesem ist nun eine Switch
masterund der Rest nur Teilnehmer. Die Teilnehmer uebernehmen die Einstellungen des Masters. Besser noch -- man kann den gesamten Stack auf die Fabrikeinstellungen zuruecksetzen. Und zu diesen gehoert kein Passwort. Genau das will ich.
Um es kurz zu machen, es wurde dann irgendwann investiert, und zwar 53 Euro in zwei BayStack-Stack-Module, die es zusammen mit jeweils einem der ersehnten Kabel gab. Das Ganze kam aus dem grossen Britannien, also brauchte es ein wenig laenger, ehe es hier war. Aber dann hielt uns nichts mehr und es wurde gebastelt. Sprich, ein ungeschuetzter und ein geschuetzter Stack wurden uebereinander gestapelt und mit den Stack-Kabeln verbunden. Dann wird gebootet und auf der seriellen Konsole des freien Switches auf in das Menue navigiert. Nach kurzer Zeit erscheinen dann (hoffentlich) die fuer gestackte Systeme relevanten Menueeintraege (das dauert wirklich bis zu 10 Sekunden, ehe die sich gefunden haben!). Dann kann man sagen, dass man den ganzen Stack auf Fabrikeinstellungen zuruecksetzen moechte und man hat einen ganzen Stack ohne Passworte.
Natuerlich hat es mich gewurmt, dass man 50 Euro fuer ein bloedes Kabel ausgeben muss. Also habe ich mir die Muehe gemacht und das Kabel durchgemessen, ob es noch mit irgendwelchen geheimnisvollen Tricks gegen einfache Nachahmung geschuetzt ist. Das Ergebnis, also die Steckerbelegung sieht ernuechternd aus:
Maennlich, 50 plg Weiblich, 50 plg
(1) o --------------------------------o (1)
... ...
(n) o --------------------------------o (n)
... ...
(50) o --------------------------------o (50)
Es ist wirklich ein ganz billiges Verlaengerungskabel, dass eben nicht ganz billig ist.